Sonntag: Von Chaos, Catch und Cleopatra

Liebe Eltern, Kinder und Freunde des Gaxellagers,

der neue Lagertag startete pünktlich um 8 Uhr – und zwar mit ordentlich Musik! Unsere „Lagermusikanlage“ weckte die Kinder mit einem Schwung guter Laune. Wobei: Viele waren längst wach und schon voller Tatendrang. Beim Frühstück wurde nicht nur fleißig gegessen, sondern auch gefeiert: Unsere Leiterin Hanna hatte Geburtstag! Mit einem kräftigen Geburtstagsständchen startete sie bestens gelaunt in ihren Ehrentag.

Danach wurde es chaotisch – aber mit System: Das traditionelle Chaosspiel stand an! Unser antikes Dorf musste dringend seine Vorräte auffüllen. Daher schwärmten die Kinder in die umliegenden Königreiche aus, um Korn für unseren Speicher zu erspielen. Über das ganze Gelände verteilt mussten die Gruppen Zahlen suchen. Gar nicht so einfach, denn das Gelände ist groß – und die Zahlen gut versteckt. Zwischendurch waren außerdem knifflige Team- und Geschicklichkeitsspiele zu meistern. Die Kinder meisterten die Aufgabe mit Bravour und die Nahrung für die restliche Woche war gesichert.  Zum Mittagessen zauberte unser Küchenteam ein echtes Highlight auf die Teller: Hähnchenschnitzel, Reis, Currysoße, dazu ein süßer Abschluss mit Eis.

Gut gestärkt ging’s ins Nachmittagsprogramm, bei dem Kinder und Leiter ordentlich ins Schwitzen kamen: Bei der actionreichen Spielshow „Wild-Chatch“ drehte sich alles um verrückte Fangspiel-Varianten! Beim „Farbenfangen“ jagten sich die Spieler in ständig wechselnden Rollen über das Feld, während beim „Wasserfangen“ die Kinder ihre Leiter abkühlen durften. Und beim „Minutenfangen“ rannten noch einmal alle Gruppen um die Wette, feuerten sich an und gaben alles – ein lautstarkes und wildes Fangen!

Während auf dem Spielfeld beim Wild-Chatch gerannt, gelacht und gefangen wurde, hieß es an anderer Stelle Abschied nehmen: Wir verabschiedeten uns von langjährigen Mitgliedern unseres Küchenteams, die teilweise über 30 Jahre dabei waren:

Angie und Tons

Magret und Otger

Elisabeth und Dieter

Sie haben viele Jahre mit Herz, Humor und ganz viel Geschmack unser Lager mitgeprägt. Mit Applaus, Umarmungen und einem dicken Dankeschön sagten wir: „Ihr werdet uns fehlen – und euer Apfelmus auch!“ Gemeinsam mit Leiterrunde, Küchenteam, Kindern und Ehrengästen aus der alten Lagerküche bedankten wir uns mit einer kräftigen Rakete und unserem Lagerlied.

Zum krönenden Abschluss von „Wild-Chatch“ stand noch ein ganz besonderer Moment an: Unsere drei neuen Leiter Düvel, JGGF und Elena wurden feierlich getauft – und damit offiziell in die Leiterrunde aufgenommen! Vorher mussten sie sich allerdings noch mutig durch einen schlammigen Parcours schlagen – was sie mit Bravour (und jeder Menge Dreck im Gesicht) gemeistert haben. Willkommen im Team!

Nach dem wilden Getobe beim „Wild-Chatch“, bei dem sich wirklich niemand vor Schweiß, Staub und Schlamm retten konnte, warfen sich alle Kinder in ihre Badesachen und konnten sich unter unserer Outdoor-Dusche abkühlen. Nach einem langen, ereignisreichen Nachmittag – voller Action, Emotionen und Überraschungen – wartete am Abend ein echtes Wohlfühl-Essen auf uns: Brote, gekochte Eier und süßer Milchreis rundeten den Tag perfekt ab.

Doch damit war der Tag noch lange nicht vorbei! Zum Einstieg ins Abendprogramm starteten wir mit einem feierlichen Wortgottesdienst, liebevoll gestaltet von Dechant Lürwer, der uns mit auf eine kleine Gedankenreise nahm – ruhig und stimmungsvoll. Im Mittelpunkt stand das Thema Frieden – in der Welt, in unserem Lager und in jedem Einzelnen von uns.

Im Anschluss war eigentlich die Nachtwanderung geplant – doch dann machte uns der plötzliche Regen einen Strich durch die Rechnung. Statt durch die Dunkelheit zu schleichen, entschieden wir uns kurzerhand für eine gemütliche Freispielphase in der Halle und eine extra lange Gute-Nacht-Geschichte.

In der heutigen Fortsetzung unserer spannenden Gute-Nacht-Geschichte ging das Abenteuer der drei Seherinnen und Zenturio Spickitus weiter. Auf der Suche nach Rat waren sie nun im alten Ägypten angekommen – und landeten dort direkt bei einer recht eigensinnigen Mumie namens Frechnaton. Diese gab sich dreist als Pharao aus und genoss die neu gewonnene Aufmerksamkeit in vollen Zügen.

Doch das Versteckspiel hatte ein Ende, als plötzlich ein Kamel, Cleopatra und der echte Pharao – Wendfeldius – und seine Tochter Cleopatra mit ihrem treuen Kamel auf der Bildfläche erschienen. Das Missverständnis wurde schnell aufgeklärt, und Frechnaton musste den Thron wieder räumen. Pharao Wendfeldius erwies sich als weiser Ratgeber: Er schickte die Römer weiter nach Griechenland, ins Land des Zaziki, der Götter und Göttinnen – und verlegte die Seherinnen samt der Mumie Frechnaton (dem Ur-ur-ur-ur-Großvater des Pharaos) ins widerspenstige Gallien.

Cleopatra und Spickitus schmiedeten unterdessen einen kühnen Plan: Sie wollten Cäsar mit Cleopatra verkuppeln, damit beide ihre Macht vergrößern könnte. Doch spiel der Zenturio womöglich ein doppeltes Spiel? Möchte er gar Caesars Abwesenheit ausnutzen, um selbst über Rom zu herrschen? Warten wir es ab…

Während die Römer sich auf den Weg nach Griechenland machten, folgten wir unseren Freunden nach Gallien. Wir erinnern uns: Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein, ein kleines, unbeugsames Dorf leistet weiterhin Widerstand gegen die römischen Eroberer – dank des legendären Zaubertranks vom Druiden Miraculi. Dort trafen wir auf den Häuptling Jaque Emanuel Theodore Marquise de Camembert, sowie auf Obelix und seinen treuen Hund Idefix. Gerade als Miraculi dabei war, den wichtigen Trank zu brauen, passierte das Unglück: Obelix warf einen Hinkelstein, der prompt Miraculi am Kopf traf! Der Druide wusste plötzlich nicht mehr, wer er war – geschweige denn, was die letzte Zutat seines Tranks war.

Und jetzt? Kommen die Seherinnen je wieder zurück nach Hause? Wird es Zenturio Spickitus gelingen, Caesar und Cleopatra zusammenzubringen? Wird er den großen Caesar gar verdrängen? Wird das kleine gallische Dorf weiter standhalten – auch ohne den Zaubertrank?

Das alles… erfahren wir in den nächsten Tagen. Fortsetzung folgt!

Die heutige Nachtwache wurde mit viel Begeisterung von den „13 Antiken“ übernommen. Mit wachsamen Augen und guter Laune hielten sie die Stellung am Lagerfeuer und sorgten dafür, dass unsere Lagerfahne auch in dieser Nacht sicher gehisst blieb.

Viele Grüße aus Gaxel sendet

eure Leiterrunde